Dragonfly ist ein In-Memory-Datenspeicher, der mit den APIs von Redis, Valkey und Memcached kompatibel ist. Die Architektur ist multithreaded und Shared-Nothing: Der Schlüsselraum wird auf Threads verteilt, was laut Hersteller die Hardware effizienter nutzt als Redis. Typische Einsatzgebiete sind Caching, Feature Stores, Job-Queues und Bestenlisten. Sie können Dragonfly aus dem GitHub-Projekt selbst betreiben oder als verwalteten Dienst über Dragonfly Cloud nutzen, das auf AWS, Google Cloud und Microsoft Azure gehostet wird und auch Bring-your-own-Cloud anbietet.
Dragonfly steht unter der Business Source License 1.1 und ist damit Source-Available, nicht Open Source im Sinne der OSI. Sie dürfen den Code frei nutzen und ändern, auch in eigenen Produkten und im Produktivbetrieb; Dragonfly selbst als In-Memory-Datenspeicher-Produkt oder als konkurrierenden verwalteten Dienst anzubieten, ist nicht erlaubt. Am 1. November 2030 geht die Lizenz in Apache 2.0 über. Der Entwickler DragonflyDB sitzt in Tel Aviv, Israel, außerhalb der EU. Wo Dragonfly Cloud Ihre Daten hostet, nennt die Dokumentation nicht; beim Self-Hosting bestimmen Sie den Standort selbst.