MISP ist eine Open-Source-Plattform für Threat Intelligence, mit der sich Indicators of Compromise und weitere Informationen zu Cyberbedrohungen sammeln, speichern, korrelieren und teilen lassen. Analysten untersuchen Zusammenhänge über Korrelationsansichten und Graphen, versehen Informationen mit Taxonomien und Galaxies wie MITRE ATT&CK und automatisieren Exporte an IDS- und SIEM-Werkzeuge in Formaten wie STIX und OpenIOC. Eine REST-API, die Bibliothek PyMISP und Erweiterungsmodule unterstützen die Integration; Instanzen können sich untereinander synchronisieren, sodass Organisationen Bedrohungsdaten in vertrauenswürdigen Gemeinschaften teilen. Die Software wird heruntergeladen und selbst betrieben.
MISP wird von CIRCL, dem Computer Incident Response Center Luxembourg, gemeinsam mit einer internationalen Open-Source-Community entwickelt; der Code steht unter der GNU Affero General Public License Version 3. Da die Software selbst gehostet wird, entscheidet jede Organisation, wo ihre Instanz läuft und mit wem sie Daten teilt. Das Projekt stellt die Software zum Download bereit, was zu europäischen CERTs, Behörden und Unternehmen passt, die die Kontrolle über ihre Threat Intelligence behalten möchten.