Nebula ist ein quelloffenes Overlay-Netzwerk, das Server, Cloud-Instanzen, Laptops und mobile Geräte über verschlüsselte Verbindungen miteinander verbindet, unabhängig von ihrem physischen Netzwerkstandort. Es wurde bei Slack entwickelt; Ende 2019 wurde es unter der MIT-Lizenz als Open Source veröffentlicht. Organisationen nutzen es für Standortvernetzung und Fernzugriff als Alternative zu IPsec-Tunneln und klassischen VPN-Lösungen. Die Software wird als herunterladbarer Code verteilt und läuft auf der eigenen Infrastruktur der Organisation.
Die gehostete Variante Managed Nebula stammt von Defined Networking, Inc., das auf der Software aufbaut. Das Unternehmen gibt in seiner Auftragsverarbeitungsvereinbarung eine vertragliche Anschrift in Santa Monica (Kalifornien) an und unterliegt damit US-Recht einschließlich des CLOUD Act. Die Vereinbarung enthält EU-Standardvertragsklauseln für Übermittlungen aus dem EWR, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, nennt aber keinen Speicherort für Daten des Managed-Dienstes. Europäische Organisationen, die den Open-Source-Code selbst betreiben, behalten die Netzwerkverwaltung in eigener Hand; der Managed-Dienst fügt eine Auftragsverarbeitung bei einem US-Anbieter hinzu.