Stud.IP ist ein Open-Source-Lern- und Campusmanagementsystem. Es wird als Betriebssystem für die Bildung beschrieben und richtet sich an Hochschulen, Behörden, Vereine und Unternehmen. Die Funktionen gliedern sich in Lehren, Lernen, Verwaltung und Schnittstellen; Beispiele sind Lehrdeputatsverwaltung, Raumverwaltung und ein Opencast-Plugin für Video. Pro Veranstaltung stehen unter anderem Stundenplan, Dateiordner, Foren, Ankündigungen, Wikis, Umfragen und Tests bereit. Einrichtungen betreiben Stud.IP in der Regel selbst als eigene Installation.
Stud.IP entstand an der Georg-August-Universität Göttingen gemeinsam mit dem Unternehmen Data-Quest. Die Entwicklung wird vom Verein Stud.IP e. V. in Göttingen koordiniert und findet an mehreren deutschen Einrichtungen statt. Die Software ist frei verfügbar; laut Universität Göttingen fallen keine Nutzungsgebühren an. Es gibt keine ausländische Muttergesellschaft, und eine Organisation kann die Software auf eigenen Servern in der EU betreiben und die Daten so unter eigener Kontrolle halten. Wer den Betrieb nicht selbst übernehmen möchte, sollte bei einem Dienstleister auf Hosting-Standort und Unternehmenssitz achten.