ThingSpeak ist ein Cloud-Dienst zum Erfassen, Speichern und Auswerten von Live-Sensordaten. Geräte senden Messwerte über REST- oder MQTT-Schnittstellen; der Dienst legt sie in privaten Kanälen ab, kann ausgewählte Daten öffentlich teilen und bietet Diagramme und Dashboards. Mit MATLAB lassen sich Auswertungen durchführen, Warnmeldungen versenden und Ereignisse terminieren. Der Dienst arbeitet mit gängiger Hardware wie Arduino, Raspberry Pi und ESP32 sowie mit LoRaWAN-Netzen zusammen und wird als gehostetes SaaS-Angebot bereitgestellt.
ThingSpeak wird von The MathWorks, Inc. betrieben, einem privat gehaltenen US-Unternehmen mit Hauptsitz in Natick, Massachusetts. Da der Betreiber in den Vereinigten Staaten ansässig ist, kann US-Recht auf den Dienst angewendet werden, unabhängig vom Serverstandort. Die Anbieterseite nennt keinen Speicherort für ThingSpeak-Daten und beschreibt den Dienst nicht als Open Source; die Arduino-Kommunikationsbibliothek ist auf GitHub veröffentlicht. Europäische Organisationen, die Datensouveränität benötigen, sollten den Speicherort vertraglich festlegen oder für sensible Sensordaten eine in der EU gehostete oder selbst betriebene IoT-Plattform wählen.