Unity Catalog ist ein offener Katalog zur Verwaltung von Tabellen, Dateien, Funktionen und KI-Modellen über Datenplattformen hinweg. Die Software steht unter der Apache-2.0-Lizenz und ist mit der REST-Katalog-API von Apache Iceberg sowie mit den Hive-Metastore-APIs kompatibel, sodass sie mit verschiedenen Daten-Engines zusammenarbeiten kann. Organisationen betreiben den Server selbst, etwa mit Docker Compose oder über einen Build aus dem Quellcode. Katalog und Metadaten bleiben damit in der eigenen Infrastruktur.
Databricks hat den Katalog ab 2021 entwickelt und später an die LF AI & Data Foundation übergeben, wo er als Sandbox-Projekt geführt wird. Die Linux Foundation ist eine gemeinnützige Organisation nach US-Steuerrecht, und das Projekt beschreibt sich als Gemeinschaftsinitiative und nicht als Produkt eines einzelnen Unternehmens. Databricks vertreibt einen eigenen verwalteten Unity-Catalog-Dienst, ein anderes Produkt. Für europäische Organisationen bleiben die Metadaten bei einem selbst gehosteten Server unter lokaler Kontrolle, während die Steuerung des Projekts bei einer US-Stiftung liegt und der Support vom gewählten Betreiber abhängt.