Data Governance umfasst die Regeln und Systeme, die Daten auffindbar, verständlich und verlässlich machen: Datenkataloge, Data Lineage, Datenqualitätsprüfungen, Verantwortlichkeiten und Stammdatenmanagement (MDM). Organisationen nutzen sie, um zu wissen, welche Daten wo liegen, wer dafür verantwortlich ist und welche Version eines Kunden- oder Produktdatensatzes maßgeblich ist. Informatica ist ein bekannter nichteuropäischer Referenzpunkt.
Ein Katalog ist selten der Ort, an dem Daten liegen, wohl aber die Karte, die zeigt, wo alles zu finden ist. Um diese Karte zu füllen, braucht das Werkzeug Verbindungen zu nahezu allen Quellsystemen samt Zugangsdaten. Der bleibende Wert steckt dann in Glossaren, Lineage-Graphen und Qualitätsregeln, die jahrelang gewachsenes Wissen enthalten, oft in einem proprietären Modell. Das macht einen Wechsel teuer. Beim MDM kommt hinzu, dass das System die Golden Records verwaltet, auf die andere Anwendungen vertrauen. Der Data Act fördert offene Schnittstellen und Interoperabilität zwischen Datenverarbeitungsdiensten, was hier als Prüfstein dienen kann.
Achten Sie bei einer europäischen Lösung auf offene Metadaten- und Lineage-Standards, eine vollständige API zum Export von Katalog und Glossar, lokale Konnektoren, die Zugangsdaten im eigenen Netz halten, und eine klare Trennung zwischen Metadaten und Inhalten der Quellsysteme.