Egeria ist ein Open-Source-Projekt für den Austausch und die Verwaltung von Metadaten zwischen Werkzeugen, Repositories und Plattformen. Es umfasst ein offenes Metadatenschema, REST-Schnittstellen, Clientbibliotheken für Java und Python sowie spezialisierte Server, die Metadaten erfassen, durchsuchen und synchronisieren. Organisationen nutzen Egeria, um Datenkataloge, Governance-Werkzeuge und KI-Workflows zu verbinden, ohne ihre Metadaten an einen einzelnen Anbieter zu binden. Die Software wird als Docker-Images und Quellcode unter der Apache-2.0-Lizenz bereitgestellt.
Das Projekt gehört zu LF AI & Data, einer Stiftung unter dem Dach der Linux Foundation, einer gemeinnützigen Organisation nach US-Recht. Egeria betreibt keine eigene, vom Anbieter verwaltete Cloud. Wer die Software einsetzt, entscheidet, wo die Metadaten gespeichert werden. Für europäische Organisationen heißt das: Die Metadaten können auf der eigenen Infrastruktur bleiben, ohne Abhängigkeit von einem US-Dienstleister. Die Governance des Projekts unterliegt allerdings dem Stiftungsrecht der USA. Egeria ist daher eine selbst betreibbare Option, deren digitale Souveränität von den Entscheidungen des Betreibers abhängt.