Cadence ist eine Open-Source-Engine für Durable Execution, mit der Entwickler fehlertolerante, langlaufende Workflows als Code schreiben. Workflows und Aktivitäten werden unter anderem in Go oder Java definiert. Cadence speichert die Ausführungshistorie, wiederholt fehlgeschlagene Aktivitäten automatisch und setzt Workflows an der Ausfallstelle fort, ohne separate Message-Queues. Als Speicher dienen Cassandra, PostgreSQL oder MySQL, für die Suche wird OpenSearch unterstützt. Cadence ist kein gehosteter Dienst, sondern Software, die Sie selbst betreiben, etwa mit Docker oder mit Helm-Charts auf Kubernetes.
Cadence entstand bei Uber, einem US-Unternehmen, und steht unter der Apache-2.0-Lizenz. Es ist ein CNCF-Projekt; der Copyright-Vermerk nennt „Cadence a Series of LF Projects, LLC“, was auf eine neutrale Stiftungsstruktur statt auf die Kontrolle eines einzelnen Anbieters hindeutet. Da Sie Cadence selbst betreiben, bestimmt Ihre eigene Infrastruktur, wo die Daten liegen: Auf europäischen Servern bleiben Ausführungshistorie und Workflow-Daten in Europa. Einen herstellereigenen Cloud-Dienst, dessen Hosting-Standort geprüft werden müsste, gibt es nicht.