Zipkin ist ein Open-Source-System für verteiltes Tracing. Es sammelt Zeitmessdaten aus Anwendungen, damit Teams Latenzprobleme in Service-Architekturen untersuchen können. Anwendungen erhalten eine Tracer-Bibliothek und melden ihre Daten an Zipkin, meist über HTTP oder Kafka. Nutzer rufen einen Trace über seine ID ab oder suchen nach Service, Operationsname, Tags und Dauer, und ein Abhängigkeitsdiagramm zeigt, wie Anfragen zwischen Services verlaufen. Zipkin wird als Software geliefert, die Sie selbst betreiben, als Java-Jar oder Docker-Image.
Zipkin steht unter der Apache-2.0-Lizenz und wird offen von der Organisation OpenZipkin auf GitHub entwickelt. Es ist kein gehosteter Dienst eines einzelnen Anbieters. Die Trace-Daten liegen im Arbeitsspeicher oder in einem Backend Ihrer Wahl, etwa Apache Cassandra oder Elasticsearch, und bleiben damit dort, wo Sie das System betreiben. Datenstandort, Zugriffskontrolle und Aufbewahrung liegen für eine europäische Organisation somit in der eigenen Hand. Die Weboberfläche bringt keine eigene Authentifizierung mit, daher muss der Betreiber den Zugang selbst absichern.