DNS-Privacy- und Filterdienste übersetzen Domainnamen in Adressen und ergänzen je nach Produkt Verschlüsselung, das Blockieren von Schadsoftware, Trackern und Werbung sowie Richtlinien für Haushalte oder Organisationen. Sie dienen dazu, Heim- und Büronetze zu schützen, Nutzungsregeln durchzusetzen, Tracking zu verringern und Einblick in verdächtige Abfragen zu erhalten. Google Public DNS und Cloudflare 1.1.1.1 sind gängige Referenzen.
Ein Resolver ist eine zentrale Stelle, die die Namen der Dienste sieht, die jedes Gerät im Netz nutzt, selbst wenn die Inhalte verschlüsselt sind. Wo er läuft, wer ihn betreibt und was er speichert, bestimmt daher, wer Nutzungsmuster rekonstruieren könnte. Filterung bringt eine zweite Frage mit sich: Wer die Sperrlisten pflegt, entscheidet, was erreichbar ist. Protokollierungsrichtlinien lassen sich von außen schwer überprüfen, und in Browsern oder Geräten eingebaute Einstellungen für verschlüsseltes DNS können Anfragen unbemerkt an einen Resolver außerhalb der EU senden.
Achten Sie bei einer europäischen Lösung auf eine veröffentlichte, konkrete Speicherrichtlinie, idealerweise durch ein unabhängiges Audit geprüft, auf Server und einen Betreiber innerhalb der EU sowie auf Unterstützung verschlüsselter Protokolle wie DNS over HTTPS und DNS over TLS. Prüfen Sie, woher die Sperrlisten stammen, ob Sie eigene Regeln ergänzen können und ob sich der Dienst im eigenen Netz betreiben lässt.