Eine Suchmaschine nimmt eine Suchanfrage entgegen und liefert eine geordnete Ergebnisliste, mitunter ergänzt um Werbung, Karten oder einen KI-Assistenten. Organisationen begegnen der Kategorie auf drei Wegen: als Standardsuche in den Browsern der Mitarbeitenden, als eingebettete Suche auf der eigenen Website und als Such-API, die Recherchewerkzeuge, Produkte oder KI-Anwendungen speist.
Die Souveränitätsfrage liegt im Index und im Ranking. Manche Alternativen zu Google Search oder Bing verbinden eigenes Crawling mit Ergebnissen von Partnerindizes, sodass ein Anbieter europäisch sein und dennoch bei dem, was Sie angezeigt bekommen, von einer außereuropäischen Quelle abhängen kann. Der Digital Markets Act legt den größten Plattformen, darunter Online-Suchmaschinen, zusätzliche Pflichten auf, sagt aber nichts darüber, wo eine einzelne Anfrage verarbeitet wird oder was daneben gespeichert wird.
Fragen Sie bei der Auswahl einer europäischen Lösung, ob sie einen eigenen Index betreibt oder auf Partner setzt, auf welche, und wie Anfragen weitergegeben werden. Prüfen Sie, ob IP-Adressen und Anfragen gespeichert oder mit einem Konto verknüpft werden, wie sich der Dienst finanziert und ob die Aufbewahrungspraxis veröffentlicht ist.