Ein Webbrowser ist die Anwendung, über die Beschäftigte und Bürger nahezu jeden digitalen Dienst erreichen. Diese Kategorie umfasst Desktop- und mobile Browser und die Funktionen drumherum: Erweiterungen, Lesezeichen- und Passwortsynchronisation, integrierte Suche und Tracking-Schutz. Organisationen wählen Browser nach Kompatibilität, zentraler Verwaltung und Sicherheitsupdates, Privatpersonen nach Datenschutz und Komfort.
Die Souveränitätsfragen betreffen die Standardsuchmaschine und andere vorkonfigurierte Dienste, die standardmäßig gesendete Telemetrie und den Synchronisationsdienst, der Verlauf, Passwörter und Passkeys in einem Herstellerkonto speichert. Passkeys auf Basis von WebAuthn sind an die Websites gebunden, für die sie gelten, doch wo sie synchronisiert werden, hängt von Browser und Plattform ab. Eine weitere Abhängigkeit liegt unterhalb des Produkts: Die meisten Browser beruhen auf wenigen Rendering-Engines, sodass sich auch eine europäische Marke auf anderswo geleistete Engine-Arbeit stützen kann. Der Digital Markets Act untersagt Gatekeepern zudem, Nutzer daran zu hindern, vorinstallierte Software zu entfernen.
Prüfen Sie bei einer europäischen Lösung, welche Engine zum Einsatz kommt und wie schnell Sicherheitskorrekturen eintreffen, ob Telemetrie und Suchvorgaben zentral geändert oder abgeschaltet werden können, ob die Synchronisation Ende-zu-Ende-verschlüsselt und selbst hostbar ist und ob Unternehmensrichtlinien und Erweiterungsverwaltung unterstützt werden.