Persönlicher Cloud-Speicher erlaubt Privatpersonen und kleinen Teams, Dateien online zu halten, geräteübergreifend zu synchronisieren und über Links oder Ordner zu teilen. Man nutzt ihn für Dokumente, Fotos und die Zusammenarbeit mit Familie, Kunden oder Kollegen.
Dateien im Cloud-Speicher sind oft die am stärksten gemischte Sammlung privater und beruflicher Daten, die ein Mensch besitzt. Die Kernfrage lautet, wer sie lesen kann: Bei serverseitiger Verschlüsselung hält der Anbieter die Schlüssel, während clientseitige oder Ende-zu-Ende-Verschlüsselung den Inhalt für den Anbieter undurchsichtig hält, meist auf Kosten von serverseitiger Suche, Vorschauen oder der Wiederherstellung vergessener Passwörter. Freigabelinks bringen eigene Risiken, weil der Zugriff oft länger währt als beabsichtigt. Die Rechtsordnung des Anbieters bestimmt, welche Behörden Inhalte oder Metadaten verlangen können, und Ihr Ausstieg hängt davon ab, ob sich alles samt Ordnerstruktur und Versionen exportieren lässt, denn ein Sync-Client liefert nicht automatisch eine vollständige Kopie. Der EU Data Act stärkt die Portabilität zwischen Datenverarbeitungsdiensten, ein nützlicher Maßstab für Ausstiegsmöglichkeiten.
Achten Sie bei einer europäischen Lösung auf dokumentierte clientseitige Verschlüsselung und ihren Umfang, einen quelloffenen Client oder Server, Selbsthosting, Kontrolle über Ablauf und Passwort von Links und einen einfachen Massenexport.