MITK (Medical Imaging Interaction Toolkit) ist ein Open-Source-Framework in C++ und eine Desktopanwendung, die MITK Workbench, für die medizinische Bildverarbeitung. Die Workbench lädt und überlagert CT-, MRT- und PET-Daten aus DICOM-Quellen und bietet 2D-, 3D- und 4D-Visualisierung, halbautomatische und interaktive Segmentierung sowie die Registrierung von Bildern. Erweiterungen sind als Plug-ins möglich; über das pip-installierbare Paket mitk lässt sich MITK auch aus Python steuern. Installationspakete gibt es für Windows, macOS und Linux.
MITK wird am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg entwickelt, einer Stiftung des öffentlichen Rechts, und steht unter einer BSD-Lizenz. Die Software läuft auf lokalen Arbeitsplätzen; ein Cloud-Dienst des Herstellers ist nicht beteiligt, sodass Bilddaten in der eigenen Infrastruktur verbleiben. Da der Quellcode öffentlich auf GitHub verfügbar ist, können europäische Einrichtungen die Software prüfen, anpassen und eigenständig pflegen, ohne von einem ausländischen Eigentümer abhängig zu sein.