Trino ist eine quelloffene, verteilte SQL-Abfrage-Engine für Big-Data-Analysen. Sie fragt Daten dort ab, wo sie bereits liegen, etwa in Hadoop, S3, Cassandra und MySQL, und eine einzelne Abfrage kann Daten mehrerer dieser Systeme verknüpfen (Query Federation). Sie ist ANSI-SQL-konform und arbeitet mit BI-Werkzeugen wie Tableau, Power BI und Superset zusammen. Es ist Software, die Sie selbst bereitstellen, On-Premises oder in der Cloud, unter anderem auf Amazon, Azure und Google Cloud.
Trino steht unter der Apache-2.0-Lizenz und wird von der Community unter der gemeinnützigen Trino Software Foundation getragen, ist also nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden. Früher hieß es PrestoSQL. Da Sie es auf Ihrer eigenen Infrastruktur betreiben, bestimmen Sie selbst, wo Engine und Daten liegen. Es gibt kommerzielle Distributionen und Managed Services, etwa vom US-Unternehmen Starburst; nutzen Sie diese, gilt für den Dienst die Rechtsordnung des Anbieters. Die Offenheit der Engine hält einen Anbieterwechsel möglich.