oVirt ist eine Open-Source-Plattform zur Verwaltung von Virtualisierung und baut auf dem KVM-Hypervisor auf. Organisationen verwalten damit Hosts, virtuelle Maschinen, Speicher und Netzwerke über eine einzige Weboberfläche; das Projekt nennt unter anderem KVM, OVN-Netzwerke, Hochverfügbarkeit und Ansible-Automatisierung. oVirt wird selbst betrieben: Sie installieren die oVirt Engine, eine Java-Anwendung, und binden Hypervisor-Hosts in Ihrer eigenen Umgebung an.
oVirt ist ein Community-Projekt ohne Unternehmen als Eigentümer. Red Hat wurde zum wichtigsten Mitwirkenden, nachdem die übrigen ursprünglichen Vorstandsmitglieder ausgeschieden waren; die Entwicklung ist zu GitHub umgezogen, und das Projekt lädt externe Mitwirkende ein. Red Hat Virtualization, das kommerzielle Produkt auf Basis von oVirt, sollte im August 2026 das Support-Ende erreichen; als Nachfolger wurde OpenShift Virtualization genannt. Da oVirt vollständig auf Ihrer eigenen Infrastruktur läuft, fließen keine Daten an einen Dienst des Anbieters. Sie sind jedoch auf Community-Support und auf einen kleinen Kreis von Mitwirkenden angewiesen, zu dem Red Hat gehört. Für europäische Organisationen geht es dabei vor allem um Betriebskapazität und Kontinuität, weniger um den Datenstandort.