Autorentools für E-Learning dienen dazu, Kurse, Quizze, interaktive Module und Präsentationen zu erstellen. Diese werden anschließend in einem Lernmanagementsystem veröffentlicht oder direkt an Lernende weitergegeben. Organisationen nutzen sie für Onboarding, Compliance-Schulungen und Kundentrainings.
Die Souveränitätsfrage stellt sich an zwei Stellen. In der Entwicklungsumgebung liegen oft unveröffentlichte Lernmaterialien, interne Abläufe und mitunter Aufnahmen von Mitarbeitenden oder Kunden, meist in der Cloud des Anbieters. Veröffentlichte Inhalte können zudem Lernaktivitäten an die Server des Anbieters zurückmelden. Rechtsraum und Unterauftragsverarbeiter des Anbieters entscheiden dann darüber, wer auf diese Informationen zugreifen kann. Proprietäre Projektformate sind eine leisere Form des Lock-ins: Lassen sich Kurse nur in einem Werkzeug bearbeiten, müssen Sie sie bei einem Wechsel neu aufbauen.
Prüfen Sie bei einer europäischen Lösung, ob sich Projekte in Standard-Paketformate exportieren und offline bearbeiten lassen, ob das Werkzeug ohne zwingendes Cloud-Konto funktioniert und ob der Anbieter Hosting-Standorte und Unterauftragsverarbeiter offenlegt. Auch Barrierefreiheit und Sprachabdeckung für Ihre Lernenden sollten Sie berücksichtigen. Fragen Sie außerdem nach dem Support-Zugriff des Anbieters auf Ihre Projekte.