NS1 Connect ist ein verwalteter DNS-Dienst, der Nutzer anhand von Leistung, Verfügbarkeit und Geografie zum jeweils besten Endpunkt lenkt. Laut Anbieter wird DNS damit zu einer Echtzeit-Steuerungsebene für den Datenverkehr. Der Dienst läuft auf einem globalen Anycast-Netzwerk und umfasst DNS-Health-Checks, Traffic Steering, DNSSEC, sekundäres DNS per Zonentransfer. Typische Einsatzfälle sind Multi-CDN-Steuerung, Global Server Load Balancing und DNS-Observability. NS1 wird als gehosteter Cloud-Dienst bezogen; eine selbst gehostete oder lokale Variante beschreibt der Anbieter nicht.
NS1 hat seinen Sitz in New York und wird seit der im Februar 2023 angekündigten Übernahme durch IBM als IBM-Produkt (NS1 Connect) angeboten. Damit steht das Unternehmen unter einer US-Muttergesellschaft, was im Hinblick auf den CLOUD Act relevant ist. Die Software ist nicht quelloffen. Öffentliche Quellen nennen keine Regionen, in denen Kundendaten gespeichert werden; wer DNS-Konfiguration und Logs innerhalb der EU halten möchte, sollte dies vertraglich mit IBM regeln.