Diese Kategorie umfasst Software für Bedarfsprognosen, Bestands- und Produktionsplanung, Lagerverwaltung und die Instandhaltung von Anlagen (Enterprise Asset Management, EAM). Hersteller, Logistikunternehmen und Versorger nutzen sie, um zu entscheiden, was wann produziert, gelagert und gewartet wird. Blue Yonder und IBM Maximo sind bekannte nichteuropäische Referenzpunkte.
Entscheidend ist hier die Betriebskontinuität. Fällt ein Planungssystem aus, kann ein Lager oder eine Produktionslinie stillstehen; Instandhaltungssoftware trägt dazu bei, dass Anlagen sicher laufen. NIS2 nennt die Herstellung kritischer Produkte ausdrücklich als Sektor. Stücklisten, Rezepturen, Prognosen und Wartungshistorie enthalten zudem Geschäftsgeheimnisse, und diese Systeme sind mit Maschinen und Sensoren verbunden, sodass eine Störung oder ein externer Administratorzugriff in den Betrieb durchschlagen kann. Über Jahre aufgebaute Wartungsdaten in einem geschlossenen Modell lassen sich bei einem Wechsel schwer mitnehmen.
Achten Sie bei einer europäischen Lösung darauf, ob sie bei Ausfall der Cloud-Verbindung lokal oder am Netzwerkrand weiterarbeiten kann, auf offene Anbindungen an Maschinen und ERP, auf vollständigen Export von Anlagen- und Wartungshistorie und auf klare Zusagen zur Supportdauer. Fragen Sie auch, wer aus der Ferne auf Ihre Systeme zugreifen darf und wie das protokolliert wird.