Terminplanungs- und Buchungssoftware ermöglicht es Kunden, Patienten oder Kollegen, Termine online zu buchen. Sie synchronisiert sich mit Kalendern, versendet Erinnerungen und übernimmt oft auch Anmeldeformulare oder Zahlungen. Organisationen nutzen sie für Vertriebsgespräche, Beratungen, Dienstleistungen und Ressourcenplanung, vom Einzelunternehmer bis zur Praxis mit mehreren Standorten.
Die Souveränitätsfrage betrifft weniger den Kalender selbst als das, was er offenlegt. Eine Buchungshistorie zeigt, wer wann und warum mit wem verabredet war, und eine Kalenderanbindung gibt dem Tool Lesezugriff auf die vollständigen Terminkalender Ihrer Mitarbeitenden. Unterliegt der Anbieter nicht-europäischem Recht, wie das US-amerikanische Calendly, können diese Metadaten in Reichweite ausländischer Behörden geraten. Ein Lock-in entsteht schleichend durch eingebettete Buchungsseiten, Widgets und Links, die Kunden bereits gespeichert haben.
Achten Sie beim Vergleich europäischer Angebote auf den Umfang des Zugriffs auf Google- oder Microsoft-Kalender, darauf, ob der Anbieter auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrags ausschließlich als Auftragsverarbeiter handelt, und auf die eingesetzten Unterauftragsverarbeiter. Prüfen Sie, ob sich Buchungsseiten auf Ihrer eigenen Domain betreiben lassen und ob Termine, Kundendaten und Erinnerungen in Standardformaten wie iCal und CSV exportiert werden können.