Eine Customer Data Platform (CDP) sammelt Ereignisse und Kundendaten aus Website, App, CRM und Webshop, führt sie per Identity Resolution zu einem Profil zusammen, bildet Zielgruppen und übergibt diese an Marketing- und Produktwerkzeuge. Marketing- und Produktteams nutzen sie, um Kampagnen zu personalisieren und Verhalten nachzuvollziehen. Segment ist ein bekannter nichteuropäischer Referenzpunkt.
Das Souveränitätsthema liegt in drei Dingen. Erstens im konsolidierten Profil selbst. Zweitens in der Identitätszuordnung: Wie der Anbieter E-Mail-Adressen, Geräte und Cookies verknüpft, ist abgeleitetes Wissen, das Sie bei einem Wechsel nicht automatisch zurückerhalten. Drittens in der Aktivierung. Wenn eine CDP Zielgruppen an Werbe- und Analysedienste sendet, verlassen personenbezogene Daten Ihre Umgebung, oft in Richtung nichteuropäischer Empfänger. Einwilligungen und Löschanfragen müssen dieser gesamten Kette folgen. Der Data Act verlangt von Cloud-Diensten offene Schnittstellen und Export in gängigen Formaten, ein sinnvoller Maßstab für Profile und Anbindungen.
Achten Sie bei einer europäischen Lösung auf ein Setup, in dem die Daten in Ihrem eigenen Data Warehouse bleiben, auf Erfassungsendpunkte auf Ihrer eigenen Domain in der EU, auf die Integration in Ihr Einwilligungsmanagement, auf den Export von Profilen und Identitätszuordnungen und auf eine Übersicht aller Ziele, an die Daten weitergeleitet werden.